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Kleiner Einblick in den Roman

Hi, heute zeige ich dir einen kleine Ausschnitt aus meinem Roman:

 

 

Viel Spass beim lesen: 

 

 

 

Beim Überfliegen meiner Notizen nehme ich eine starke Präsenz wahr. Mein Blick richtet sich nach vorn, und ich erblicke haselnussbraune Augen, welche mich strahlend mustern. Augenblicklich umspielt ein Lächeln meine Mundwinkel. Jaden. 

Sein dunkelblaues Sakko trägt er heute leger über seinem schwarzen Hemd, welches perfekt zu seiner dunkelblauen Hose passen. Der schwarze Gürtel und die eleganten Schuhe runden sein Outfit optimal ab. Nur eine Krawatte scheint heute zu fehlen. 

Ich liebe Männer, die sich anzuziehen wissen. 

Mit zwei Bechern kommt er auf mich zu und bleibt vor dem Tisch stehen, „Hi, ich wollte nicht stören.“ Seine Stimme betört meine Sinne, augenblicklich empfinde ich eine tiefe Ruhe. 

„Schon okay“, antworte ich leise und schiebe dabei hastig die Notizen zusammen. 

„Oldschool“, sagt er und deutet mit dem Kaffeebecher in seiner linken Hand auf die Blätter vor mir. 

Kopfschüttelnd sage ich: „Ja, viel zu tun im Büro“, und schiebe die Papiere unter mein Handy. Er hält mir einen Becher hin. „Hier bitte, für dich.“

Freudig überrascht lächle ich ihn an und greife danach. „Vielen lieben Dank. Bitte, setz dich.“ 

„Danke.“ 

Hier sitzen wir nun ein weiteres Mal zusammen an einem Tisch. 

„Das letzte Mal, als ich jemanden mit einem Stift auf Papier schreiben sah, war in den Neunzigern, als ich noch zur Schule ging“, zwinkert mir lächelnd zu, und ich kann in seinem Blick erkennen, dass er sich etwas lustig über mich macht. 

„Ich schreibe lieber auf Papier.“ 

Verwundert sieht er mich an, „Wie denn das?“ 

„Einerseits bleibt mir das von Hand Geschriebene viel länger im Gedächtnis, und andererseits riskiere ich keine Datenverluste, sollte die Technik wieder mal versagen.“ 

„Nur wenn man es falsch macht“, spottet er.

Angriffslustig antworte ich: „Ich arbeite in einem Büro, da passiert es ständig, dass Dokumente in der Matrix verschwinden.“ 

„Selbst die können wiederhergestellt werden, wenn das Back-up richtig gemacht wurde.“ 

Ich sehe sofort ein, dass er sich mit Technik um einiges besser auskennt als ich, und somit spricht mein Blick Bände.

„Okay, ich sehe es, du verstehst kein Wort von dem, was ich dir sage“, spricht er mit einer verständnisvollen Stimme. 

„Ganz ehrlich?“, frage ich.

„Ja, bitte.“ 

„Dieses ganze Computerzeug interessiert mich kein bisschen. Ich mag die Dinger nicht. Selbst bei der Arbeit verfluche ich sie, weil ständig was damit ist. Entweder stürzt die Internetverbindung ab, oder die Daten auf dem USB-Stick werden nicht gespeichert. Nutzlose Dinger“, ergänze ich und lasse mich in den Stuhl sinken. 

„Da haben wir`s“, antwortet er lässig. 

Mit verschränkten Armen sehe ich ihn an und zucke mit den Achseln.

„Du bist zu negativ der Technik gegenüber, und das strahlst du auch aus.“ 

„Ja, weil der Computer nicht das tut, was ich ihm sage.“ 

„Eben, und das erzeugt negative Schwingungen, die dem PC nicht guttun“, insistiert er weiter.

Mit gerunzelter Stirn frage ich: „Soll heißen, ich bin schuld?“ 

Kurz überlegt er, dann, mit einem Lächeln: „Nicht du direkt, aber deine Schwingungen.“ 

„Meine Schwingungen? Willst du mir ernsthaft erzählen, dass mein Computer nur deshalb fehlerhaft ist, weil ich negative Schwingungen ausstrahle, die der Computer nicht verträgt?“ Mein verständnisloser Gesichtsausdruck unterstreicht meine Frage, während er kurz überlegt.

„Genau“, grinst mich an, zieht eine Augenbraue nach oben und sagt: „Kupfer leitet ab. Am besten versuchst du es mit einem Kupferhöschen, das sollte helfen.“ 

„So ein Schwachsinn habe ich noch nie zuvor gehört“, rutscht es mir heraus.

„Das ist kein Schwachsinn“, verteidigt er sich. 

„Ja, dann gehe ich am besten zu einem Schlosser und lasse mir eins anfertigen, was meinst du?“ 

„Kupferbeschichtet würde bereits genügen. Aber nein, das wäre doch lächerlich.“ 

Na, zum Glück wirst du wieder vernünftig.

„Vielen Dank“, sage ich, schnappe mir den Becher und trinke einen Schluck.

„Ich bestelle dir eins online, welche Größe trägst du?“ 

Vor lauter Lachen verschlucke ich mich beinahe am Tee. 

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